„Sein Gesicht war ein Bild“ ist eine dieser Floskeln, die man benutzt, wenn jemand überrascht ist. Doch bei der argentinischen Illustratorin Martina Curiotto ist jedes Gesicht, das sie zeichnet, mehr als nur ein Bild. Sie besitzt ein seltenes Talent, Ausdrücke einzufangen, die eine ganze Geschichte erzählen. Von Freude bis Entsetzen, von Unschuld bis Glückseligkeit, von Überraschung bis Verschlagenheit – sie deckt die gesamte Bandbreite ab. Doch wer mit ihr arbeitet, empfindet vielleicht einfach nur Bewunderung. Dank ihrer Ausbildung in Animation und Design kann Martina das Projekt ganzheitlich betrachten, weit über die reine Zeichnung hinaus. Ihr Ziel ist es, Emotionen, Gefühle und Situationen ohne Worte zu vermitteln, sodass der Betrachter Mitgefühl für ihre Figuren empfindet und gleichzeitig Neugier und Staunen verspürt. Vorgehensweise: Martina skizziert ihre Ideen zunächst locker, aber klar, meist digital, bevor sie die Zeichnung verfeinert. Sie koloriert sie digital mit Volltonfarben, was ihr hilft, die verschiedenen Teile zu differenzieren, bevor sie sie durch Farbvariationen, Texturen, Verläufe und Rauschen zum Leben erweckt. Sie beendet ihre Arbeit mit der Retusche von Kontrast, Schatten, Lichtern und letzten Details.
Bei der Zusammenarbeit mit Kunden legt Martina großen Wert auf gute Kommunikation – sie versteht die Anforderungen und setzt sie kreativ um. 2024 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch und ihre Karriere nahm seitdem rasant Fahrt auf. Ihre Fähigkeiten im Charakterdesign, die sie während ihres Studiums in Digital Design und Animation an der Universidad Siglo 21 verfeinerte, bilden dabei wertvolle Unterstützung. Derzeit absolviert sie ein Studium in Visueller Kommunikationsgestaltung an der Universidad Nacional del Litoral. Der besondere Charme von Martinas Bildern liegt in den fließenden Linien ihres gestischen Zeichenstils und der Tiefe, die sie jeder Illustration verleiht – dank des künstlerischen Gespürs für Licht und Schatten. Ihre Einflüsse reichen von J.R.R. Tolkien über Rokoko und viktorianische Kunst bis hin zu den zeitgenössischen Illustratorinnen Megane Lepage und Taryn Knight.
Ansatz
Martina skizziert digital und legt zunächst die Linien fest, bevor sie Licht- und Schattenwerte einarbeitet. Mit Farbverläufen, Texturen und Details erweckt sie das Bild zum Leben und verwendet dabei Pinsel, die natürliche Medien wie Buntstifte, Aquarellfarben und Wachsmalstifte imitieren. Manchmal verlässt sie die Linienführung, um der fertigen Illustration Spontaneität zu verleihen.Wichtige Software
Procreate und Adobe PhotoshopStil
Martina wählt einen stilisierten Ansatz für die Darstellung der menschlichen Gestalt, wobei die Proportionen realistisch bleiben. Einige Merkmale sind übertrieben, andere vereinfacht, wodurch sie den Gesichtsausdrücken und der Körpersprache ihrer Figuren die richtige Wirkung verleiht. Ihr einzigartiger Stil ist fesselnd und voller Lebendigkeit.Sprachen
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